Spendenübergabe 2019 in Arta, GR

Vom 16. bis zum 23. April 2019 sind wir nach Griechenland gereist, um in Arta unsere Spenden aus der Olivenölverteilung vom März 2019 in Bochum zu übergeben. Pro Liter des von uns bestellten Olivenöls geht 1 Euro an die Soziale Arztpraxis und Apotheke in der westgriechischen Universitätsstadt Arta, die wir seit vier Jahren unterstützen. Unsere Partner in Arta konnten am Ostersamstag, den 20. April 2019, einen Scheck über 3.164 Euro zuzüglich einer privaten Spende von 400 Euro entgegennehmen.

Diese Unterstützung, mit der unsere Freunde und Freundinnen insbesondere die Fixkosten ihrer Räumlichkeiten begleichen, bleibt weiterhin immens wichtig, denn obwohl die amtierende SYRIZA-geführte griechische Regierung im Juli 2016 den Zugang zur ärztlichen und pharmazeutischen Versorgung in den staatlichen Krankenhäusern nun für alle geöffnet hat (siehe Ärzteblatt 07/2016), versorgt die SAA Arta (KIFA Artas) weiterhin alle Menschen, die dort um Hilfe nachsuchen, auch Kranke aus den umliegenden Bergdörfern oder Geflüchtete des nahen Camps Filippiada.

Viele Medikamente erhalten die Freiwilligen der SAA Arta als Sachspende von ihren Mitbürger/innen. Darüber hinaus kaufen sie auch Medikamente hinzu, die sie an Bedürftige kostenlos abgeben. Unsere Freundinnen und Freunde in Arta betonten, dass sie ihre medizinische Hilfsinitiative ohne unsere Unterstützung  schon längst hätten aufgeben müssen. Dies macht unsere Solidarität umso wichtiger. Wir freuen uns sehr darüber, dass unsere Hilfe aus Bochum ankommt und sind guter Dinge für unsere zukünftige Zusammenarbeit.

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Danke an alle! Unsere Olivenöl-Ausgabe 2019 war toll!

Wow! Das war überwältigend! Wir haben ein tolles Ölausgabe-Wochenende mit unseren Mit-Besteller/innen, Partner/innen, Gästen, Musikern und allen Unterstützer/innen erlebt. Es war ein Glück, diese Aktion mit Euch allen zu teilen. Ein Riesendank geht an jede und jeden Einzelne/n von Euch!

In diesem Jahr haben wir 3.164 Liter Olivenöl aus Dáras. Messinía, in Bochum ausgegeben. Unsere gemeinsame Sache bedeutet dreierlei: Erstens für uns in Bochum ein Extra Natives Olivenöl sehr guter Qualität, zweitens für die Agrarkooperative in Dáras einen fairen Preis, der deutlich höher von dem liegt, den ihnen herkömmliche Käufer bieten, sowie einen verlässlichen Abnahmepartner, und drittens die finanzielle Unterstützung der Sozialen Arztpraxis und Apotheke im westgriechischen Arta mit 1 Euro pro Liter, ohne die diese Initiative ihren Mitbürger/innen keine medizinische und pharmazeutische Hilfe anbieten könnte.

Für uns ist auch die Nachhaltigkeit unserer Beziehung wichtig, in Bochum haben wir gelernt, unseren Bedarf langfristig zu planen und nicht ständig kleine Mengen im Supermarkt zu besorgen. In Griechenland lernen die Bauern und Bäuerinnen, wie sie ihren Ertrag und die Anbaumethoden langfristig und als Kooperative gemeinsam planen. Gemeinsam lernen wir, was solidarische Ökonomie bedeutet, nämlich dass wir uns als Menschen in Europa kennenlernen – und nicht nur ein Produkt oder ein Unternehmen.

Die WAZ berichtete  ausführlich über unsere Olivenölausgabe:

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Doch was wäre Griechenland ohne die Musik? Ganz wunderbar spielten in diesem Jahr auch wieder unsere Freunde Tito Baden (griechische Rock-Songs – Éntechna) und Stávros Anestópoulos (Lieder von Mikis Theodorakis). Das Alsenwohnzimmer vibrierte fantastisch mit den Rhythmen, Melodien und Versen … in den Gesichtern vieler Gäste war die Magie der Musik deutlich zu sehen.

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Nun freuen wir uns auf unsere nächste Ölverteilung im Frühjahr 2020. Wer bisher noch nicht mit uns bestellt hat und in den Verteiler aufgenommen werden möchte, schreibe bitte eine E-Mail an hellassolibo@web.de.

Unter dem Menüpunkt Öl-Connection Ruhr finden Interessent/innen ein Kontaktformular für zukünftige Bestellungen.

Der Balkon – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland (Filmscreening u. Filmgespräch, Fr., 5. April 2019)

(DE/ EL)
„Der Balkon – Wehrmachtsverbrechen in Griechenland“
Filmscreening und Filmgespräch mit dem Regisseur Chrýsanthos Konstantinídis und Prof. Christoph Schminck-Gustavus (Fr., 5. April 2019, 19.00 -21.30, Kino Endstation, Bochum)

Ligiádes, ein Dorf in Épirus: wegen seiner wunderbaren Aussicht der „Balkon“ von Ioánnina genannt. Doch die Idylle kann die Geschichte eines Nazi-Verbrechens nicht verdecken, die ein deutscher Historiker im Film recherchiert und dokumentiert. Die Nachkriegsgenerationen hören durch ihn zum ersten Mal die Stimmen ihrer Vorfahren, die das Verbrechen beschreiben. Es sind Dokumente der Erinnerung und der Trauer vor dem Hintergrund eines kollektiven Traumas.

Ligiádes, Sonntag, 3. Oktober 1943: Die Hälfte der Dorfbewohner ist zur Walnussernte im Dorf Karyes in Zagori. 5 bis 6 Personen, Gäste einer Nomadenhochzeit und Verwandte des Bräutigams,sind am Berghang zu sehen. Sie wollen eine Braut abholen, nach lokalem Brauch. Am späten Nachmittag dringen deutsche Gebirgsjäger der Edelweiß-Division in das Dorf ein. Sie töten wahllos Babys, Kinder, Frauen, Alte, während die Häuser in Flammen aufgehen. Einige verbrennen bei lebendigem Leib. Stunden später kehren die übrigen Bewohner zurück und finden ihre Familien ‒verkohlt. Noch am folgenden Tag wird ein 14 Monate altes Baby von seinen Mitbewohnern gefunden, an der Brust seiner toten Mutter und erstochen von einem Bajonett.

1989: Ein deutscher Historiker, Christoph U. Schminck-Gustavus, Professor für Rechtsgeschichte an der Universität Bremen, besucht das Dorf und nimmt die Zeugenaussagen auf Audiokassetten auf. Später in diesem Jahr recherchiert er in deutschen Militärarchiven.

2010: Schminck-Gustavus gibt nach Abschluss seiner Forschung u.a. das Buch „Feuerrauch: Die Vernichtung des griechischen Dorfes Lyngiádes am 3. Oktober 1943“ heraus.

2014: Bei einem offiziellen Besuch in Ligiádes bittet Bundespräsident Joachim Gauck im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland erstmals nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs um Vergebung.

Der Regisseur des Films, Chrýsanthos Konstantinídis, hört die Geschichten von Ligiádes, seinem Heimatort. Um sie zu erzählen, beginnt er im Jahr 2013 Zeugnisse von Überlebenden und deren Nachkommen mit seiner Kamera festzuhalten. Zu diesem Zeitpunkt kennt er Christoph Schminck-Gustavus bereits und legt dessen Recherchen seinem Film zugrunde. Schließlich kehrt Konstantinídis mit umfangreichem Filmmaterial aus Ligiádes und Deutschland zurück.

Am Freitag, 5. April 2019 um 19.00 Uhr zeigt die Initiative Hellas-Solidarität Bochum in Kooperation mit dem Kino Endstation und der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW den Dokumentarfilm „The Balcony – Memories of Occupation“ von Chrýsanthos Konstantinídis, (Griechenland 2018, 101 Min, OmdeuU, FSK: 16, Griechisch mit deutschen Untertiteln)
Anschließend: Filmgespräch mit Regisseur Chrysanthos Konstantinidis und Prof. Christoph Schminck-Gustavus.
Karten: 5 Euro, Reservierungen sind unter service@endstation-kino.de oder 0234-6871620 erhältlich. Kino Endstation: Wallbaumweg 108, 44894 Bochum

Το Μπαλκόνι – Μνήμες Κατοχής
Προβολή και συζήτηση με το σκηνοθέτη Χρύσανθο Κωνσταντινίδης και τον καθηγητή Κρίστοφ Σμινκ-Γκουστάβους (Παρ., 5 Απριλίου 2019, ώρα 19.00-21.30, Kino Endstation, Bochum)
Λιγκιάδες: Το “Μπαλκόνι” των Ιωαννίνων με την υπέροχη θέα. Αλλά το ειδύλλιο αυτό δεν μπορεί να αποκρύψει την ιστορία ενός ναζιστικού εγκλήματος που ένας Γερμανός ιστορικός ερευνά και τεκμηριώνει στην ταινία. Οι μεταπολεμικές γενιές ακούν μέσα του για πρώτη φορά τις φωνές των προγόνων τους που περιγράφουν το έγκλημα. Είναι έγγραφα μνήμης και θλίψης με φόντο το συλλογικό τραύμα.

Λιγκιάδες, Κυριακή 3 Οκτωβρίου 1943: Οι μισοί κάτοικοι του χωριού βρίσκονται πίσω από το βουνό Μιτσικέλι, στο χωριό Καρυές Ζαγορίου, για τη συγκομιδή καρυδιών. Στην πλαγιά του βουνού, 5 με 6 συγγενείς του γαμπρού ενός σαρακατσάνικου γάμου πάνε στα κονάκια να παραλάβουν τη νύφη σύμφωνα με το τοπικό έθιμο. Αργά το μεσημέρι, Γερμανοί αλπινιστές καταδρομείς της μεραρχίας Εντελβάις εισβάλουν στο χωριό. Σκοτώνουν αδιακρίτως βρέφη, παιδιά, γυναίκες, γέροντες και τυλίγουν τα σπίτια στις φλόγες. Κάποιοι καίγονται ζωντανοί. Ώρες μετά, οι υπόλοιποι κάτοικοι επιστρέφουν για να βρουν τις οικογένειές τους απανθρακωμένες.Την επόμενη ημέρα ένα μωρό 14 μηνών βρέθηκε από τους συγχωριανούς του να θηλάζει στη νεκρή μητέρα του όντας τραυματισμένο από ξιφολόγχη στην πλάτη.

1989: Ένας γερμανός ιστορικός επισκέπτεται το χωριό και με ένα κασετόφωνο συλλέγει μαρτυρίες από τους επιζήσαντες του ολοκαυτώματος. Αργότερα, ανατρέχει στα γερμανικά στρατιωτικά αρχεία για περαιτέρω έρευνα.

2011: Ο ιστορικός αυτός Christoph U. Schminck Gustavus, καθηγητής Ιστορίας Δικαίου του Πανεπιστημίου της Βρέμης, εκδίδει την τριλογία “Μνήμες Κατοχής”. Το τρίτο βιβλίο επικεντρώνεται στο ολοκαύτωμα των Λιγκιάδων.

2014: Ο πρόεδρος της Ομοσπονδιακής Δημοκρατίας της Γερμανίας Joachim Gauck επισκέπτεται τους Λιγκιάδες και για πρώτη φορά Γερμανός αξιωματούχος ζητά δημόσια “Συγνώμη” για τα εγκλήματα των ναζί στην Ελλάδα.

Ο σκηνοθέτης Χρύσανθος Κωνσταντινίδης, μεγαλώνει με τις ιστορίες των Λιγκιάδων, του τόπου καταγωγής του. Το 2013, θέλοντας να μοιραστεί τις ιστορίες αυτές κι αφού έχει συναντήσει τον Christoph U. Schminck Gustavus, ξεκινά να καταγράφει στο φακό του μαρτυρίες από επιζήσαντες και από τους απογόνους τους . Το βιβλίο του καθηγητή γίνεται ιστορικός σύμβουλος και συνοδοιπόρος αυτού του εγχειρήματος. Ο Κωνσταντινίδης επιστρέφει από τους Λιγκιάδες και τη Γερμανία με μεγάλο όγκο κινηματογραφικού υλικού.

Στις 5 Απριλίου 2019 στις 7 μ.μ., η πρωτοβουλία Hellas-Solidarität Bochum, σε συνεργασία με το Kino Endstation και το ίδρυμα Rosa Luxemburg Stiftung NRW θα παρουσιάσουν το ντοκιμαντέρ «Το μπαλκόνι – μνήμες κατοχής» του Χρύσανθου Κωνσταντίδη, (Ελλάδα 2018, 101 λεπτά, Ελληνικά με γερμανικούς υπότιτλους, FSK: 16). Θα ακολουθήσει συζήτηση με τον σκηνοθέτη Χρύσανθο Κωνσταντινίδη και τον καθηγητή Christoph U. Schminck-Gustavus.

Εισητήρια 5 Ευρώ, Reservierungen: service@endstation-kino.de oder 0234-6871620

Kino Endstation: Wallbaumweg 108, 44894 Bochum

Mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW
Η προβολή χρηματοδοτείται από το Ίδρυμα Ρόζα Λούξεμπουργκ Ρενανίας Βεσταφλίας.
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Möchten Sie über unsere Aktionen informiert werden?

Uuuups. Die Olivenöl-Mitbestellaktion 2019 ist leider beendet. 

Wenn Sie in Zukunft über unsere Mitbestellaktionen bei der Erzeugerkooperative Messinis Gäa benachrichtigt werden möchten, dann übermitteln Sie uns Ihre E-Mail-Adresse mit diesem Formular. 

 

Hier geht’s zu unserem aktuellen Infoflyer 2019.

Als Öl-Connection-Ruhr bringen wir ungepanschtes und nachhaltig unter fairen Arbeitsbedingungen produziertes Olivenöl nach Bochum.  Auch in 2019 organisieren wir dies wieder gemeinsam mit verschiedenen hiesigen Organisationen (u. a. DGB Bochum, ver.di Bezirk Mittleres Ruhrgebiet, DGB Ruhr-Mark, Humanitäre Cuba Hilfe Bochum e.V.)  und den Genossenschaften solidaritrade (D) und soliexpo (GR). Das Olivenöl kommt als Sammelbestellung aus Daras in Messinia (Südwestpeloponnes) nach Bochum. Wir freuen uns sehr über diese Kontinuität und bedanken uns bei unseren Unterstützerinnen und Unterstützern und allen Mitbestellerinnen und -bestellern. Dadurch können wir gegenüber der Erzeuger/innenkooperative verbindliche Partner sein – Grundlage für solidarischen und fairen Handel.

Die Preise sind auch in 2019: 

12 Euro für die Glasflasche (1 Liter)

50 Euro für den Kanister (5 Liter)

Wir geben auch in 2019 gerne wieder Etiketten dazu, um die Flaschen selbst aus den Kanistern abzufüllen und damit umweltverträglich Verpackung zu sparen.

Mit dem Erlös des Öls unterstützen wir sowohl die Erzeugerkooperative Messinis Gäa als auch notleidende und von der Kürzungspolitik im griechischen Sozial- und Gesundheitssystem betroffene Menschen. Denn pro Liter fließt 1 Euro  an das Hilfsprojekt „Soziale Arztpraxis und Apotheke Arta“, eine Bürgerinitiative zur Unterstützung von Kranken und mangelhaft versicherten PatientInnen im westgriechischen Arta, die wir seit Juni 2015 kontinuierlich mit Spenden finanziell unterstützen.

Im Preis des Olivenöls ist ein Beitrag für die Kooperative Messinis Gäa enthalten, mit dem wir die Entwicklung der Kooperative fördern. Im Jahr 2018 konnte sie sich durch die Mehreinnahmen rostfreie Edelstahlbehälter zur Lagerung des Olivenöls anschaffen.

Öltanks

Im letzten Jahr hat sich die Kooperative auch vergrößert: Die Genossenschaft besteht nun aus 16 Mitgliedern, darunter Junge und Alte, Frauen und Männer.Kooperative AS Gruppenfoto

Eine Kostprobe des neuen Öls der Ernte 2018/19 gibt es am Samstag, den 02.03.2019 von 11.00 bis 14.00 Uhr im Alsenwohnzimmer (Alsenstraße 27, Bochum). Bei dieser Gelegenheit werden wir von der Hellas-Solidarität Bochum auch von der Kooperative „Messinis Gäa“ berichten. Im Januar 2018 haben wir uns dort persönlich über die Produktionsbedingungen und -methoden informiert. Siehe dazu unseren Beitrag auf diesem Blog.

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Olivenölbestellaktion startet am 10. Februar 2019

… Unsere Sammelbestellung für unser Olivenöl 2019 hat begonnen! Das Bestellformular findet ihr ganz oben auf der Startsteite oder im Menü Öl-Connection-Ruhr auf dieser Website. Der Abholtermin wird am Wochenende 23./24. März 2019 im Alsenwohnzimmer (in der Bochumer Alsenstraße 27) stattfinden. Zuvor besteht die Möglichkeit das Öl am Sa., den 02. März 2019 zu probieren (ebenfalls im Alsenwohnzimmer, siehe auch Termine).

Wir bedanken uns sehr bei allen unseren Unterstützer/ innen und Mitbesteller/ innen – schon jetzt haben wir sehr viele Anfragen erhalten. Denn nur durch diese Verbindlichkeit können wir es den Bauern und Bäuerinnen ermöglichen, sich der griechischen Erzeugerkooperative dauerhaft anzuschließen und damit zu fairen Bedingungen zu produzieren.

In diesem Jahr ist die Kooperative Messinís Géa noch gewachsen. Es sind nun 16 Mitglieder, Junge und Alte, Frauen und Männer. Sie konnten sich durch die Mehreinnahmen in 2018 Edelstahl-Öltanks anschaffen und einen Raum für die Kooperative einrichten, in dem sie sich zu Versammlungen treffen.

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Gruppendiskussion im Raum der Kooperative

Olivenöl-Bestellaktion 2019

Liebe Olivenöl-Freundinnen und -Freunde,
auch im nächsten Jahr 2019 planen wir wieder eine gemeinsame Olivenölbestellung, so wie wir es in 2017 und 2018 gemeinsam gemacht haben. Derzeit erwarten wir mit Spannung die Nachricht unserer Ölbauern und -bäuerinnen über die Ernte in 2019.  Denn Oliven sind ein natürliches Erzeugnis und ihre Ernte unterliegt somit saisonalen Schwankungen. Sobald wir Näheres wissen, informieren wir alle unsere Bestellerinnen und Besteller per E-Mail. Sollten Sie/ Solltest Du in 2019 erstmalig mit uns bestellen wollen, so schreiben Sie/ schreibe uns einfach eine E-Mail an hellassolibo@web.de, damit wir Sie/ Dich in unseren Verteiler aufnehmen können.28619366_1236859203117210_3921866643699219631_o

Wir unterstützen Bochum SEEBRÜCKE

Seebrücke Bochum
Stoppt das Sterben im Mittelmeer und in der Wüste! 

Website Seebrücke Bochum

Menschen auf dem Mittelmeer sterben zu lassen, um die Abschottung Europas weiter voranzubringen, ist unerträglich und spricht gegen jegliche Humanität. Anstatt Grenzen dicht zu machen und Seenotretter*innen zu kriminalisieren, brauchen wir sichere Fluchtwege und Häfen und solidarische Städte, die bereit sind, Geflüchtete aufzunehmen.

Momentan werden die Rettungsschiffe daran gehindert, Flüchtende auf dem Mittelmeer vor dem Ertrinken zu retten. Das Engagement der Seenotrettungsorganisationen wird kriminalisiert und ihre Schiffe am Auslaufen gehindert. In Seenot geratene Flüchtlinge in das Bürgerkriegsland Libyen zurück zu bringen, verstößt gegen internationales Recht. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen erklärt: „Nach geltendem Recht müssen Menschen, die aus Seenot gerettet werden, zu einem sicheren Ort gebracht werden.“

Gegen diese menschenverachtende Politik hat sich die internationale SEEBRÜCKE-Bewegung gebildet – getragen von verschiedenen Bündnissen und Akteur*innen der Zivilgesellschaft. Wir solidarisieren uns mit allen Menschen auf der Flucht und fordern sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und solidarische Städte.

Auch das Sterben im Sandmeer der Wüstenrouten muss ein Ende haben. Für die Abschottung Europas bekommen afrikanische Regierungen viel Geld von Deutschland und von der EU. Die Wüstenroute als möglicher Fluchtweg ist blockiert. Das hat weitreichende Folgen und zwingt Flüchtende auf immer gefährlichere Routen. „Die Wüste ist zu einem riesigen Friedhof geworden“, sagen die Menschen aus den afrikanischen Ländern südlich der Sahara. „Die Toten im Mittelmeer sieht man, die in der Wüste nicht.“ Die Verschiebung der EU-Außengrenze weit in den afrikanischen Kontinent ist tödlich. Mit einer Bekämpfung von Fluchtursachen hat dies nichts zu tun.

Fluchtursachen zu bekämpfen ist richtig – Flüchtlinge dem Sterben auszuliefern ist ein Verbrechen!

Samstag 06.10.2018 // 11:30 Uhr // Bochum
Auftakt: Hauptbahnhof // anschließend Demonstration
12.45 Uhr Kundgebung Dr.-Ruer-Platz

Bekennt Farbe! Unsere Farbe ist Orange!
Zeigt die Farbe der Rettungswesten Orange überall als Zeichen der grenzenlosen Solidarität mit Geflüchteten und der Seenotrettung. Tragt ein orangefarbenes Tuch, ein T-Shirt, eine Warnweste, Fahnen, Schilder, etc.

Forderungen an den Bochumer Rat und an die Bundesregierung:

  • Aktuell übernimmt die Stadt Bochum für 1.000 Geflüchtete weniger Verantwortung, als es der Landesschlüssel für NRW eigentlich vorsieht, weil die zentrale Erstaufnahme von Geflüchteten für NRW in Bochum eingerichtet worden ist. Wir fordern mindestens diese 1.000 Plätze für Geflüchtete zur Verfügung zu stellen, die aus Seenot gerettet worden sind.
  • Ankerzentren für die zentrale Unterbringung von Flüchtlingen lehnen wir entschieden ab. Geflüchtete sollen während ihrer Anerkennungsverfahren dezentral in den Städten untergebracht werden und Gelegenheit haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und die Sprache zu lernen. Für Kinder müssen ausreichend Plätze in Kindertageseinrichtungen und in Schulen zur Verfügung gestellt werden.
  • Alle haben das Recht auf menschenwürdige Wohnverhältnisse. Wir fordern, dass die Stadt Bochum ihr eigenes Unterbringungs- und Betreuungskonzept endlich einhält. Es muss außerdem das Ziel sein, alle Menschen, die in Bochum leben, statt in engen Containern und anderen Massenunterkünften dezentral in eigenen Wohnungen unter zu bringen. Diskriminierende bürokratische Hürden und Regelungen, mit denen die Stadt Geflüchteten aus den meisten Herkunftsländern eine Privatwohnungsnahme verunmöglicht, müssen abgeschafft werden. Nötig ist außerdem eine Offensive für bezahlbare Mieten und kommunalen und gemeinwohlorientierten Wohnungsbau, von der alle in Bochum profitieren.
  • Familien gehören zusammen und Kinder sollten gemeinsam mit ihren Geschwistern und ihren Eltern aufwachsen. Die Begrenzung auf bundesweit 1.000 Personen bei der Familienzusammenführung bedeutet für viele Geflüchtete jahrelang – womöglich sogar für immer – von ihren Familien getrennt zu sein. Wir fordern großzügige Regelungen beim Familiennachzug, um zu verhindern, dass verzweifelte Angehörige auf lebensgefährliche Fluchtrouten gezwungen werden.
  • Zahlreiche Menschen fliehen vor gewaltsamen Konflikten, die auch mit deutschen Waffen ausgetragen werden. Wir fordern, dass das Ausfuhrverbot von Waffen in Krisenregionen endlich konsequent durchgesetzt wird und insgesamt ein Verbot von Rüstungsexporten.
  • Für Menschen, die gezwungen sind, vor Krieg, Klimawandel, Umweltzerstörung, Elend und Verfolgung aus ihren Herkunftsländern zu fliehen, müssen legale und sichere Fluchtwege nach Europa und nach Deutschland eingerichtet werden.