Soziale Arztpraxis ARTA

3 Millionen Griechinnen und Griechen haben keine Krankenversicherung oder ärztliche Versorgung und dagegen wollen wir etwas unternehmen. Auch die neue Regierung schafft es nicht diese Situation von heute auf morgen zu verändern. Deshalb wollen wir diese Μenschen unterstützen. In den letzten Jahren sind viele Solidaritätspraxen und Solidaritätsapotheken in Griechenland entstanden, in denen Menschen ohne Zugang zum öffentlichen Gesundheitssystem ärztlich betreut werden. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir mit der Sozialen Arztpraxis und Apotheke in der westgriechischen Stadt ARTA zusammenarbeiten und die Menschen dort unterstützen können. Dazu hat sich der Freundeskreis der Sozialklinik Arta gegründet, ab den Sie seit November direkt spenden können. Weiter unten stellt sich die Soziale Arztpraxis selbst vor (Deutsch und Griechisch) und es findet sich ein kurzer Text über die Lage im Gesundheitswesen. Wer Interesse hat, kann sich auch noch einige Beiträge zu anderen sozialen Arztpraxen anschauen…

SPENDEN:

Friends of theSocial Clinic and Pharmacy of Arta

Piraeus Bank

BIC: PIRBGRAA

IBAN: GR87 0172 4000 0054 0008 4574 852

 

Danke für Ihre Spenden!

Die Soziale Arztpraxis und Apotheke stellt sich vor:

Die soziale Arztpraxis und Apotheke (KIF Artas) ist eine unabhängige Struktur sozialer Solidarität, die ungefähr vor fünf Monaten entstanden ist und mit den wenigen ihr zur Verfügung stehenden Kräften in dieser kurzen Zeit bereits wichtige Dinge erreicht hat. Arta ist eine kleine Stadt mit ungefähr 40.000 Einwohnern und zählt zu den ärmeren Städten Europas. Für viele sozial schwache Einwohner (Einkommenslose, Unversicherte) ist der Zugang zur regulären Gesundheitsversorgung nicht möglich. Das hat viele unserer Mitbürger (über 200) dazu gebracht, uns nahezu permanent um Hilfe zu bitten. In dieser Struktur arbeiten ungefähr 20 freiwillige Ärzte mit, welche die Kranken unentgeltlich in ihren Praxen untersuchen (weil wir in der KIF nicht über die nötige medizinische Ausrüstung verfügen), ein Apotheker, eine Psychologin und viele solidarische Einwohner, die im täglichen Betrieb mithelfen. Um bestimmten finanziellen und steuerliche Problemen zu begegnen, haben wir einen Verein mit dem Namen „Freundeskreis des KIF Artas“ gegründet, der 45 Mitglieder hat. Wir haben die Stadt Arta um Unterstützung für Räumlichkeiten gebeten, doch leider wurde unserer Bitte nicht entsprochen. So ist unsere Soziale Arztpraxis nun in einer kleinen 40 qm -Wohnung untergebracht, wo sie jeden Vormittag und an zwei Nachmittagen wöchentlich geöffnet ist. In diesem Raum pflegen wir eine gut organisierte Apotheke mit Medikamenten, die uns von den Bürgern gebracht werden. Es handelt sich um Medikamente, die entweder nicht mehr benötigt werden oder die als Zeichen der Solidarität gekauft und an uns abgegeben werden. Darüber hinaus versuchen wir abgesehen vom medizinischen und pharmazeutischen Bedarf auch andere Bedürfnisse der Menschen abzudecken, die uns um Hilfe bitten und absolut arm sind (z.B. bieten wir arbeitslosen Familien mit armen Kindern Milch und Nahrung, Kleidung, Bücher usw. an). Wir bekommen überhaupt keine finanzielle Hilfe von irgendwo. Die Betriebsausgaben belaufen sich auf 250 Euro im Monat, und das Geld, das wir ausgeben, um Medikamente zu kaufen, besonders für teurere oder diejenigen, die wir nicht anbieten können oder jene, die von manchen unserer Kranken dauerhaft und täglich benötigt werden, wird von den regelmäßigen Beiträgen der Mitglieder und den Zuschüssen mancher solidarischer Bürger bestritten.  Wir bemühen uns außerdem darum, die lokalen Medien regelmäßig mit Informationen über unsere Aktivitäten zu versorgen, wir halten offene Versammlungen und kleine Feiern ab und allgemein haben wir bereits eine sehr positive und absolut nützliche und positive Präsenz in der örtlichen Gesellschaft Artas hinterlassen.

Kontakt zu KIF ARTA über facebook  Κοινωνικο Ιατρειο-Φαρμακειο ΑΡΤΑΣ
…oder die Hellas-Solidarität Bochum…

Einige Zahlen zur derzeitigen Gesundheitsversorgung in Griechenland:

 „Offiziell sind rund 30 Prozent der Bevölkerung nicht mehr krankenversichert. Inoffizielle Schätzungen gehen davon aus, dass etwa jeder zweite keine Krankenversicherung mehr hat. Von 183 Krankenhäusern im Land sind seit Beginn der Krise etwa 100 geschlossen worden, rund 35.000 Klinikstellen fielen dabei weg. Die 350 Polykliniken, mit denen bislang die ambulante Grundversorgung sichergestellt wurde, wurden komplett geschlossen. Im Gesundheitssystem sind insgesamt 26.000 Stellen abgebaut worden, davon 9.100 Stellen von Ärzten. Da viele Krankenhäuser ihre Lieferanten nicht oder nur verspätet bezahlen, kommt es immer wieder zu Engpässen bei Medikamenten und medizinischen Gütern, so fehlen mitunter selbst einfachste Dinge wie Handschuhe, Desinfektions- oder Schmerzmittel. Wer nicht versichert ist, musste bisher die Kosten einer Behandlung vor Ort bezahlen oder das Geld wurde am Jahresende mit der Steuer eingezogen. Zwar garantiert die neue Regierung mittlerweile wieder den freien Zugang zum Gesundheitssystem, an dessen desolatem Zustand hat sich allerdings bisher wenig geändert. Einen Hinweis auf das Ausmass der Verschlechterung der öffentlichen Gesundheitsversorgung gibt die Rate der Kindersterblichkeit, die zwischen 2008 und 2010 um 43 Prozent angestiegen ist. Nicht weniger dramatisch ist die psychische Situation grosser Teile der Bevölkerung. So ist die Selbstmordrate zwischen 2007 und 2011 um 45 Prozent gestiegen. Besonders dramatisch sind die Auswirkungen der Vorgaben der Troika im Gesundheitssektor, die neben Kürzungsvorgaben die Privatisierung des gesamten Bereichs vorsahen. Der ehemalige Gesundheitsminister Andreas Loverdos hat zugegeben, dass die Regierung zu ihrer Erfüllung „Schlachtermesser“ benutzt hat. Die Zahlen sprechen für sich: Viele Krankenhäuser verschieben Behandlungen in die Zukunft und nehmen nur noch die allernotwendigsten chirurgischen Eingriffe vor, weil ihr Budget erschöpft ist. Allein 2011 gab es eine Kürzung von 60 Prozent des Budgets für die laufenden Betriebskosten des öffentlichen Gesundheitswesens, sodass die Angehörigen von Patienten selbst Kanülen oder Verbandsmaterial zur Verfügung stellen und bei der Behandlung mithelfen müssen. Vor diesem Hintergrund ist die Rede von einer Reform des Gesundheitswesens, bei dem übrigens Experten des Bundesministeriums für Gesundheit federführend waren, schlicht irreführend.“ (Quelle: Gregor Kritidis: Das Ringen der griechischen Regierung mit der Eurogruppe um die Austeritätspolitik nähert sich dem Wendepunkt, in: http://www.theoriekritik.ch/?p=1702 , Mittwoch, 03.06.2015)

Beiträge zu weiteren Sozialen Arztpraxen und Apotheken.
http://www.br.de/radio/bayern2/gesellschaft/notizbuch/sozialmedizinischen-zentrum-athen-100.html

Το Κοινωνικό Ιατρείο-Φαρμακείο Άρτας (ΚΙΦ ΑΡΤΑΣ) είναι μια αυτόνομη δομή κοινωνικής αλληλεγγύης, που δημιουργήθηκε πριν 5 μήνες περίπου και σ΄αυτό τον λίγο χρόνο ζωής του, έχει κάνει σπουδαία πράγματα με τις μικρές δυνάμεις που διαθέτει. Η Άρτα είναι μια πόλη 40.000 κατοίκων περίπου και όντως συγκαταλέγεται στις φτωχές πόλεις της Ευρώπης. Η αδυναμία πρόσβασης πολλών αδύναμων κατοίκων (απόρων, ανασφάλιστων κλπ) στο πρωτοβάθμιο σύστημα υγείας, οδήγησε αρκετούς συμπολίτες μας (πάνω από 200)  να ζητούν βοήθεια από εμάς, σχεδόν σε μόνιμη βάση. Σ΄αυτή τη δομή μετέχουν περίπου 20 εθελοντές γιατροί, οι οποίοι εξετάζουν τους ασθενείς δωρεάν στα ιατρεία τους (γιατί στον ΚΙΦ δεν έχουμε τον απαιτούμενο ιστρικό εξοπλισμό) ένας φαρμακοποιός, μία ψυχολόγος και πολλοί αλληλέγυοι κάτοικοι, που βοηθούν στην καθημερινή λειτουργία του. Για να αντιμετωπίσουμε μάλιστα ορισμένα οικονομικά και φορολογικά προβλήματα, δημιουργήσαμε κι έναν Συλλογο που ονομάζεται „Φίλοι του ΚΙΦ Άρτας“ και αριθμεί 45 μέλη. Αν και ζητήσαμε στήριξη από τον Δήμο της Άρτας, προκειμένου να μας δώσει χώρο για τη στέγαση του ΚΙΦ, δυστυχώς δεν βρήκαμε ανταπόριση. Έτσι το Κοινωνικό μας Ιατρείο- Φαρμακείο φιλοξενείται σήμερα στα γραφεία της δημοτικής παράταξης, σε ένα μικρό διαμέρισμα των 40 τετραγ. μέτρων και είναι ανοιχτό καθημερινά το πρωϊ και 2 απογεύματα την εβδομάδα. Σ΄αυτόν το χώρο διατηρούμε ένα καλά οργανωμένο φαρμακείο, με φάρμακα που μας φέρνουν οι πολίτες, είτε από αυτά που δεν χρειάζονται πια, είτε αγοράζοντάς τα, ως ένδειξη προσφοράς και αλληλεγγύης. Επίσης, εκτός από τις ιατρικές και φαρμακευτικές ανάγκες, προσπαθούμε να καλύψουμε και άλλες ανάγκες ανθρώπων που μας ζητούν βοήθεια και είναι απολύτως φτωχοί (π.χ δίνουμε γάλα και τροφή σε οικογένειες ανέργων με φτωχά παιδιά, ρούχα και βιβλία κλπ). Δεν έχουμε καμία απολύτως οικονομική βοήθεια από πουθενά. Τα έξοδα λειτουργίας που ανερχονται στα 250 ευρώ το μήνα, καθώς και τα χρήματα που δαπανούμε για να αγοράσουμε φάρμακα-  και ειδικά εκείνα που είναι ακριβά και δεν προφέρονται ή εκείνα που χρειάζονται κάποιοι ασθενείς μας σε καθημερινή και μόνιμη βάση- προέρχονται από τις συνδρομές των μελών μας και από τις εισφορές κάποιων αλληλέγγυων πολιτών. Γενικώς αντιμετωπίζουμε πολλά προβλήματα, καθώς μόλις πριν λίγες μέρες δεχθήκαμε επίθεση από τον Ιατρικό Σύλλογο Άρτας (με δημόσια ανακοίνωση)  για δήθεν μη νόμιμη λειτουργία του ΚΙΦ και αθέμιτο ανταγωνισμό των αλληλέγγυων γιατρών που συμμετέχουν σ΄αυτό έναντι των συναδέλφων! Δυστυχώς είμασταν η πρώτη περίπτωση στην Ελλάδα που δεχθήκαμε τέτοιου είδους επίθεση! Ευτυχώς όμως το πανελλαδικό κύμα συμπαράστασης και αλληλεγγύης ήταν τόσο μεγάλο, που είχε ως αποτέλεσμα όχι μόνο να μην  υποχωρήσουμε, αλλά αντιθέτως να δυναμώσουμε πιο πολύ! Φροντίζουμε άλλωστε συχνά να ενημερώνουμε τα τοπικά ΜΜΕ για τη δράση μας, κάνουμε ανοιχτές εκδηλώσεις και μικρές γιορτές και γενικώς να έχουμε ήδη καταγράψει μια πολύ καλή και απολύτως χρήσιμη και αναγκαία παρουσία στην τοπική κοινωνία της Άρτας.

Übrigens haben auch 10.000 neue DuisburgerInnen keine Versicherung…

3 Gedanken zu „Soziale Arztpraxis ARTA

  1. Pingback: Heute (Sonntag, den 05. Juli 2015): Solidaritätsmarsch für Griechenland in Düsseldorf! | Arbeitskreis Gewerkschafter/innen Aachen

  2. Pingback: Spendenaufruf von Konstantin Weckers Seite für Griechenland. NachDenkSeiten unterstützen ihn nachdrücklich. Bitte helfen Sie, … | NachDenkSeiten – Die kritische Website

  3. Pingback: Ergänzungen zum Spendenaufruf für Griechenland vom 27.7.2015 | NachDenkSeiten – Die kritische Website

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