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Hellas-Solidarität Bochum spendete über 10.000 Euro nach Arta!

Seit Juni 2015, als wir als Hellas-Solidarität Bochum die Soziale Arztpraxis und Apotheke im westgriechischen Arta „adoptierten“, haben wir dort rund 10.000 Euro für medizinische Hilfe gespendet. Und unsere Unterstützung läuft weiter, denn Arta, eine mittelgroße Universität-sstadt mit 40.000 EinwohnerInnen, liegt in einer der strukturschwächsten Regionen nicht nur Griechenlands, sondern ganz Europas – dem Ipiros.
Obwohl die SYRIZA geführte Regierung unter Alexis Tsipras als eine ihrer ersten Maßnahmen die Gesundheitsversorgung wieder allgemein zugänglich gemacht, die Medikamenten-zuzahlungen verringert und die Praxisgebühr aufgehoben hat [1]), sind noch immer viele Menschen auf dauerhafte Unterstützung angewiesen. Schließlich ist das Lohnniveau griechischer ArbeitnehmerInnen seit 2010 um 35 – 50 % gesunken, die Arbeitslosigkeit liegt weiterhin bei 25% und die Rentenkürzungen nehmen dramatische Ausmaße an. Das Europa- Magazin der ARD berichtete kürzlich, dass rund 300.000 griechische Familien von Zwangs-räumungen betroffen sein werden könnten [2]. Auch deshalb hat die KIF Arta beschlossen, ihre humanitäre Tätigkeit in 2017 – auch mit unserer Unterstützung – fortzusetzen. Sie schreiben uns in einem aktuellen Brief: 

„Aufgrund des Umstands, dass die Kredit- und Kürzungsprogramme mitsamt ihren sozialen Folgen weiter fortgeführt werden, sind wir der Auffassung, dass der Betrieb der Sozialen Arztpraxis und Apotheke nicht eingestellt werden darf. Aus diesem Grund setzen wir den Betrieb der KIF Arta mit großer Anstrengung und der Hilfe unserer solidarischen Freunde fort.“

Hier eine Übersicht über unsere bisher geleisteten Spenden:
• im Jahr 2015 spendeten wir ca. 3.000 (davon 2.000 Euro im Sommer und ca. 1.000 Euro im Dezember nach unserer Veranstaltung mit zwei AktivistInnen in Bochum) für Medikamente.
• im April 2016 3.500 Euro (davon gingen 2.000 für Medikamente ins nahe Flüchtlingslager Filippiada).
• und im August 2016 weitere 2.000 Euro für Medikamente.
• im März 2017 spendeten wir 1.000 Euro für Mietzahlungen und Medikamente.
• im Verlauf von 2017 werden wir weitere 2.500 Euro für Mietzahlungen und Medikamente spenden.
• Außerdem werden wir einen Teil des Erlöses aus der Vermittlung des solidarischen Olivenöls (Soliölconnection) der Sozialpraxis Arta zugutekommen lassen (bald mehr dazu …).

Aufgrund der dramatischen Situation in Griechenland mit weiteren Rentenkürzungen und Steuerhöhungen, die von den internationalen Gläubigern eingefordert werden, bleibt unsere Unterstützung ein wichtiger Baustein für den europäischen Frieden und unsere Freundschaft mit den Griechinnen und Griechen.
Hier einige aktuelle Eindrücke aus dem laufenden Betrieb der Sozialpraxis:

Seit Jahresende 2016 verfügt die KIF Arta über ein eigenes Spendenkonto, jede Hilfe ist willkommen:

Friends of the Social Clinic and Pharmacy of Arta

Piraeus Bank BIC: PIR BGR AA

IBAN: GR 87017 2400 0005 4000 8457 4852

Kontonummer: 5400084574852


Wie alles anfing … Eindrücke aus zwei Jahren Griechenlandsolidarität Bochum-Arta …

Erster Besuch der KIFA Arta im Juli 2015 und Übergabe der ersten Spenden in Bar (aufgrund der Einschränkungen der Kapitalverkehrskontrollen).

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Im Oktober 2015 fuhren zwei Aktive der Hellas-Solidarität nach Lesbos und halfen dort Geflüchteten. Sie spendeten 500 Euro für medizinische Ausstattung.

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Im Dezember 2015 kamen zwei Aktivistinnen aus Arta nach Bochum, um persönlich über die Situation in Griechenland und ihr tägliches Handeln in der sozialen Arztpraxis zu berichten und sich mit den Bochumer UnterstützerInnen auszutauschen.

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Im Jahr 2016 schockierten uns zu Jahresbeginn die Bilder aus Idomeni, dem Flüchtlingscamp an der Grenze in Nordgriechenland. Die Zelte versanken im Matsch, Kinder erkrankten an Lungenentzündungen und die Grenze wurde geschlossen. Als Hellas-Solidarität Bochum starteten wir eine Spendenkampagne „Zelte für Idomeni“. Innerhalb kürzester Zeit gingen bei uns großzügige Spenden aus ganz NRW ein (der WDR hatte uns interviewt) und bestellten beim Campingausstatter Hobbi.gr in Thessaloniki Dutzende Zelte, Schlafsäcke und Isomatten, die von Hobbi.gr direkt dort ausgeliefert wurden. Innerhalb von kurzer Zeit kamen rund 13.000 Euro zusammen. Aus diesem Grund beschlossen wir, selbst nach Idomeni zu reisen, um das Geld persönlich und sicher einzusetzen. Schließlich besorgten wir über Zelte und Schlafsäcke hinaus auch Medikamente, eine medizinische Ausrüstung für den mobilen Einsatz und Kinderkleidung und vieles mehr. Einen ausführlichen Bericht können Sie hier lesen: https://hellassolidaritaetbochum.wordpress.com/2016/04/10/hellas-solidaritaet-bochum-unterstuetzt-gefluechtete-in-idomeni/

Selbstdarstellung der KIF Artas vom April 2017

„Die Soziale Arztpraxis und Apotheke in Arta (KIF Arta) wurde im Oktober 2014 gegründet – inmitten der Wirren der verheerenden Kredit- und Kürzungsprogramme, die das griechische Volk in die Verarmung getrieben, eine tiefgreifende wirtschaftliche und humanitäre Krise ausgelöst und die öffentliche Gesundheitsversorgung unwiederbringlich beschädigt haben.
Die KIF Arta bietet pharmazeutische und ärztliche Unterstützung in rund 35 Fällen pro Woche.
Sie leistet dauerhaft humanitäre Hilfe für rund 40 mittellose Familien aus Arta.
Sie beschafft regelmäßig pharmazeutische Produkte für die Arztpraxis und Apotheke des Flüchtlingslagers in Filippiada.
Die KIF Arta wird in angemieteten Räumlichkeiten betrieben, für die Fixkosten wie Miete, Strom- und Wasserversorgung, Telefonie usw. anfallen. Aufgrund des Umstands, dass die Kredit- und Kürzungsprogramme mitsamt ihren sozialen Folgen weiter fortgeführt werden, sind wir der Auffassung, dass der Betrieb der Sozialen Arztpraxis und Apotheke nicht eingestellt werden darf. Aus diesem Grund setzen wir den Betrieb der KIF Arta mit großer Anstrengung und der Hilfe unserer solidarischen Freunde fort.“

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Το Κοινωνικό Ιατρείο Φαρμακείο Άρτας δημιουργήθηκε τον Οκτώβρη του 2014, μέσα στη δίνη των καταστροφικών μνημονίων που έχουν φτωχοποιήσει τον ελληνικό λαό, έχουν δημιουργήσει μια τεραστίων διαστάσεων οικονομική και ανθρωπιστική κρίση και έχουν πλήξει ανεπανόρθωτα την δημόσια ιατροφαρμακευτική περίθαλψη.
Το ΚΙΦ Άρτας προσφέρει φάρμακα και ιατρική στήριξη σε περίπου 35 περιστατικά σε εβδομαδιαία βάση.
Προσφέρει σταθερά ανθρωπιστική βοήθεια σε 40 οικογένειες συμπολιτών μας που βρίσκονται σε οικονομική ανέχεια.
Προμηθεύει με φαρμακευτικό υλικό, σε σταθερή βάση,  το ιατρείο-φαρμακείο του κέντρου φιλοξενίας προσφύγων στη Φιλιππιάδα.
Το ΚΙΦ Άρτας λειτουργεί σε ενοικιαζόμενο χώρο με ότι συνεπάγεται αυτό (πάγια έξοδα, ενοίκιο, ΔΕΗ, λογ. τηλ, ύδρευση, κλπ). Με δεδομένο ότι τα μνημόνια και οι συνέπειες τους συνεχίζονται, θεωρούμε άδικο να σταματήσει η λειτουργία ενός Κοινωνικού Ιατρείου Φαρμακείου. Για το λόγο αυτό συνεχίζουμε δυναμικά τη λειτουργία του ΚΙΦ Άρτας με τη βοήθεια των αλληλέγγυων φίλων .

[1] https://griechenlandsoli.com/2016/02/23/regelungen-zur-gesundheitsversorgung-durch-das-parallelprogramm/.

[2] http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/europamagazin/sendung/griechenland-zwangsversteigerung-104.html.

 

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Hellas Solidarität Bochum unterstützt Geflüchtete in Idomeni

Wie angekündigt besuchten wir als Vertreter*innen der Hellas Solidarität Bochum vom 30. März bis zum 3. April 2016 Thessaloniki, um die im März von vielen Spender*innen erhaltenen 11.300 Euro direkt in Griechenland zugunsten der Geflüchteten einzusetzen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Spender*Innen! Ihr seid vorbildlich! Im folgenden Text möchten wir berichten, wofür wir die Gelder eingesetzt haben und wie unser Besuch in Thessaloniki verlief. Dabei schildern wir auch einige persönliche Begegnungen mit solidarischen Gruppen und Personen.

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Direkt nach unserer Ankunft am Mittwochabend besuchten wir den „Solidarischen Frauentreff Thessaloniki“ (Χώρος Αλληλεγγύης Γυναικών) im Zentrum Thessalonikis. Dort wurden wir von verschiedenen Aktivistinnen, u. a. der Vorsitzenden Voula Taki, empfangen. Mit ihnen konnten wir uns über unsere Aktivitäten und insbesondere die Flüchtlingssituation in Idomeni, Thessaloniki und Umgebung austauschen. Der offene Frauentreff Thessaloniki wurde vor einigen Jahren gegründet, um die von der Eurokrise und der Kürzungspolitik in Griechenland besonders stark betroffenen Frauen und ihre Kinder zu unterstützen. Denn die Arbeitslosigkeit von ca. 25 Prozent trifft oft Frauen und führt damit besonders häufig zu Armut, zusätzlich leiden sie unter der gerade in Krisenzeiten ansteigenden häuslichen Gewalt. Aktuell liegt ein Schwerpunkt ihres Engagements in der Unterstützung von flüchtenden und migrierenden Frauen und ihren Familien.

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Im Frauentreff lernten wir auch eine flüchtende Syrerin mit ihrer Tochter und ihrem Sohn kennen. Die Aktivistinnen organisierten und begleiteten einen Krankenhausbesuch für den an Diabetes erkrankten Jungen und brachten die Familie zwischenzeitlich bei sich privat unter. Der Mann und Vater befindet sich indes bereits als anerkannter Flüchtling mit einem älteren Sohn der Familie in Gelsenkirchen, die Mutter der Frau in Bochum. Aufgrund des Diabetes des Jungen war der Vater zunächst ohne seine Frau und die beiden jüngeren Kinder nach Deutschland gekommen. Die Aktivistinnen des Frauentreffs wollen sich nun gemeinsam mit der Familie beim deutschen Generalkonsulat in Thessaloniki für eine Familienzusammenführung einsetzen.

Am Donnerstagmorgen kauften wir zusammen mit Aktivistinnen des Frauentreffs Hygieneartikel, Trinkflaschen und Kinderkleidung im Wert von knapp 1.100 Euro und verteilten sie anschließend im Flüchtlingscamp Idomeni. Dazu nutzten wir den Stand der NRO PRAKSIS (s. u.) während der Essensausgabe. Die Situation im Camp war an diesem sonnigen und warmen Tag insgesamt ruhig, aber wir konnten die Anspannung unter den Geflüchteten spüren. Zum Zeitpunkt unseres Besuches hielten sich hier etwa 11.500 Geflüchtete und Migrant*innen auf, darunter sehr viele Kinder, die zum Teil unbegleitet und auf sich allein gestellt sind. Einen Großteil der Hilfe leisten, wie in allen nichtoffiziellen Camps in Griechenland, unabhängige Helfer*innen, sogenannte Freiwillige, ohne deren Einsatz die Situation in Idomeni unerträglich sein dürfte. Zweimal am Tag können sich die Flüchtlinge und Migrant*innen Essen an der zentralen Verteilstation abholen. Da dies aber nur reicht, um den schlimmsten Hunger zu stillen, bereiten sich viele Geflüchtete zusätzlich Essen auf Feuerstellen zu, die sie aus Blechkanistern und anderem Material improvisieren und vor den Zelten aufstellen.

Idomeni Asylum Service does not answer. Call again in next life

In der Nacht von Samstag, den 1. April, auf Sonntag, den 2. April, soll es zum wiederholten Mal zu Auseinandersetzungen unter einigen Geflüchteten gekommen sein. Die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit nehmen angesichts der fehlenden Aussicht auf eine Weiterreise nach Mittel- und Nordeuropa und der schlechten Lebensbedingungen im Camp zu, hinzu kommen die psychische Belastung aufgrund des langen Aufenthalts in Lagern und die Traumata aus den Kriegs- und Fluchterlebnissen.  Das Leben im Lager besteht häufig aus stundenlangem Anstehen an den Essensausgaben, bei Ärzten oder nach Dokumenten. Viele Flüchtende sind nun seit zwei Monaten den desaströsen Verhältnissen in Idomeni ausgesetzt. Entladungen aufgestauter Aggression und Frustration sind da unumgänglich. Gewollte oder zumindest in Kauf genommene Nebeneffekte einer Politik der geschlossenen Grenzen? Die aktuell von der griechischen Regierung offiziell avisierte Frist zur Räumung des Lagers Idomeni ist Ende April.

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Neben den offiziellen Lagern, die vom Militär betrieben werden, wie das Lager im Hafen von Thessaloniki selbst, bei Nea Kavala und bei Kilkis (Cherso), bestehen in der weiteren Umgebung von Thessaloniki diverse informelle, „wilde“ Camps. Auf dem Weg nach Idomeni machten wir einen Stopp auch in einem solchen Camp, das sich auf dem Gelände einer Tankstelle bei Polikastro befindet und in dem etwa 800 Flüchtende leben. Wie wir erst nach unserer Rückkehr aus den Medien (u. a. Liveticker Eidomeni: http://livetickereidomeni.bordermonitoring.eu) erfuhren, begann dort am Samstag, den 2. April, eine weitere Blockade der Fernstraße E75 zwischen Thessaloniki und der FYRO Makedonien für LKW, die bis zum 3. April andauerte. Wie Neal McQueen, ein seit einigen Monaten aus Griechenland berichtender Fotograf, in seinem Blog ‚perilioushope‘ schreibt (http://periloushope.tumblr.com), ging der Protestaktion die Schließung des Doktorzeltes durch die griechische Polizei im Camp voraus. Am 4. April wurde dann laut verschiedener Quellen die E75 auch durch Flüchtende des Camps bei Idomeni auf Höhe des Hotels „Hara“ blockiert.

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Am Freitag, den 1. April, trafen wir uns, begleitet von Voula Taki, mit der NRO PRAKSIS (Programs of Development, Social Support and Medical Cooperation) in einem ihrer Praxisräume in Thessaloniki und informierten uns über ihre Arbeit. PRAKSIS hat es sich zum Ziel gesetzt, den sozialen und wirtschaftlichen Ausschluss sozial schwacher Gruppen zu bekämpfen und deren persönliche und soziale Rechte zu verteidigen. Sie betreuen sowohl griechische Arme und Obdachlose, als auch Flüchtende, stellen Tages- und Dauerunterkünfte für Obdachlose und Asylsuchende und sichern darüber hinaus über verschiedene Polykliniken und mobile medizinische Einheiten deren medizinische Versorgung.

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PRAKSIS erhielten von uns medizinisches Equipment, u. a. eine Babywaage und ein Blutdruckmessgerät, im Wert von 500 Euro zur Unterstützung einer mobilen medizinischen Einheit für Flüchtende in Idomeni und Thessaloniki, das wir in einer Apotheke in Thessaloniki gekauft hatten. Die weitere finanzielle Unterstützung in der Höhe von 1000 Euro für einen Einkauf zum Aufbau einer zusätzlichen mobilen medizinischen Einheit wurde an diesem Tag vereinbart.

Am Nachmittag kauften wir gemeinsam bei Bios COOP ein, einem kooperativen nonprofit Biosupermarkt in Thessaloniki, der überwiegend biologisch angebaute, gentechnikfreie Produkte aus der Umgebung Thessalonikis verkauft. Um die Produkte erschwinglich zu machen, umgeht Bios COOP den Zwischenhandel und arbeitet direkt mit der landesweit vertretenen „Greek Food Coop“ zusammen, in der sich Landwirtschaftskooperativen und kleine Produzenteneinheiten zusammengeschlossen haben, um qualitativ hochwertige, lokale Produkte zu günstigen Preisen bei gleichzeitig fairer Bezahlung der Produzenten herstellen zu können.

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Die bei Bios COOP gekauften Lebensmittel im Wert von etwa 410 Euro werden von den Aktivistinnen vom Frauentreff eingesetzt, um Flüchtlingsfamilien zu versorgen, die beispielsweise aufgrund von Krankheit oder Schwangerschaft besonders gefährdet sind und deshalb privat bei Aktivistinnen des Frauentreffs untergebracht werden.

Nachdem wir bereits vor unserem Besuch in Thessaloniki ca. 4.800 Euro aus Spendengeldern für Flüchtende in Idomeni, für Zelte, Medikamente, Nahrungsmittel und Hygieneprodukte eingesetzt hatten, konnten damit nun also weitere ca. 4.530 Euro für diese Zwecke direkt in Nordgriechenland verwendet werden.

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Vom Freitagabend bis zum Sonntag stand unsere Reise dann ganz im Zeichen der Sozialen Arztpraxen. Bei einem Abendessen mit Vertreter*innen der Sozialen Arztpraxis und Apotheke Arta (KIFA Arta), die von der Bochumer Hellas-Solidarität seit Juni 2015 regelmäßig unterstützt wird und die mit einer Delegation im Dezember letzten Jahres Bochum besucht hatte, tauschten wir am Freitagabend Informationen u. a. über die aktuelle Situation der Flüchtenden im staatlichen Flüchtlingslager Filippiada bei Arta und in Bochum aus. Die Aktivist*innen der KIFA Arta betreuen, über ihre Aufgaben in der solidarischen Krankenversorgung in Arta hinaus, Flüchtende in diesem, etwa 50 km südlich von Arta entfernten Camp (Filippiada). Für diesen Zweck stellten wir ihnen 2.000 Euro zur Verfügung, mit denen sie gerne einen Spielplatz für die Geflüchteten im Lager Filippiada bauen würden. Außerdem gaben wir der Sozialen Arztpraxis und Apotheke Arta im Namen der Hellas-Solidarität Bochum 1.500 Euro für die Belange der Arztpraxis, die wir bereits vor dem Spendenaufruf vom März zugunsten der Praxis eingesammelt hatten.

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Am Samstagvormittag nahmen wir als Unterstützer*innen der Sozialen Arztpraxis und Apotheke KIFA Arta am gesamtgriechischen Treffen der griechischen solidarischen Arztpraxen in Thessaloniki teil, dessen Abschlussdokument u.a. die weitere Notwendigkeit der Unterstützung der Menschen ohne Zugang zum staatlichen Gesundheitssystem und besonders der in Griechenland gestrandeten Geflüchteten betont. Die rund 25 anwesenden Solidarischen Arztpraxen und Apotheken wenden sich darin entschieden gegen jegliche Vereinnahmung ‒ auch seitens der Regierung ‒ und betonen ihre demokratischen Entscheidungsstrukturen. (Presseerklärung griechisch hier: http://www.solidarity4all.gr/el/news/5η-πανελλαδική-συνάντηση-κιφα-η-ανάγκη-που-μας-γέννησε-εξακολουθεί-να-υπάρχει ).

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Anlässlich der Vorstellung ihrer Aktivitäten durch die Vorsitzende der Sozialen Arztpraxis und Apotheke erhielten wir die Gelegenheit von unserer Initiative und der Zusammenarbeit mit Arta zu berichten. Natürlich erzählten wir auch von unserem Spendenaufruf für Idomeni und unseren Aktivitäten während unseres Besuchs in Griechenland. Aber wir übermittelten auch Informationen über die Situation der Geflüchteten in Deutschland und von den vor dem Rathaus streikenden Geflüchteten in Bochum. (http://www.bo-alternativ.de/2016/04/07/erklaerung-der-gefluechteten-des-protestcamps-vor-dem-rathaus/) Aktuell machten wir in Thessaloniki außerdem auf den mehrsprachigen Aufruf „Trains of Hope“ aufmerksam, der den sofortigen Einsatz der freien Eisenbahn-Kapazitäten der Deutschen Bahn AG auf der Verbindung Athen – Thessaloniki – Berlin fordert, um die Geflüchteten aus Idomeni nach Deutschland zu bringen (http://faktencheckhellas.org/appell/ ).

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Am Nachmittag wurden wir von Maria und Haris interviewt. Maria ist Lehrerin und Aktivistin der sozialen Arztpraxis Arta, Haris ist Professor für Ökonomie in Preveza und schreibt Artikel für lokale Zeitungen und gelegentlich für die überregionale Zeitung EfSyn, die nach dem Konkurs der Vorgängerzeitung Eleftherotypia von den Redakteur*innen und Angestellten übernommen wurde und seitdem sehr erfolgreich genossenschaftlich weiter geführt wird. Die Ergebnisse des Gedankenaustausches, in dem es um die Austeritätspolitik und ihre Auswirkungen, die Sozial- und Flüchtlingspolitik, die politische Lage in Griechenland, Deutschland und Europa, insbesondere unter dem Gesichtspunkt des Erfolges rechtsextremer Bewegungen und Parteien sowie um solidarische Initiativen und NGOs in der Sozial- und Flüchtlingsarbeit ging, sollen in lokalen Zeitungen in Arta und möglicherweise in der Zeitung EfSyn publiziert werden.

Insgesamt konnten wir im Zusammenhang mit dem Spendenaufruf für die Flüchtenden in Idomeni vom 1. März in kurzer Zeit ca. 11.300 Euro an Spenden sammeln und diese bis zum 3. April für Flüchtende in Griechenland einsetzen. Das gespendete Geld ist in voller Höhe den Flüchtenden zugutegekommen, die Reise nach Thessaloniki wurden von uns selbst als Mitglieder der Hellas Solidarität komplett privat finanziert. An dieser Stelle bedanken wir uns noch einmal ganz herzlich bei allen Spender*innen und den solidarischen Initiativen in Griechenland.

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#stateofsolidarity – Ακτιβίστριες του ΚΙΦΑ Άρτας στο Bochum Γερμανίας

Um diesen Text auf Deutsch zu lesen, klicken Sie hier .

Οι εικόνες αυτής της βραδιάς Δεκεμβsoli-fest-arta_001ρίου δεν στερούνται κάποιας σουρεαλιστικότητας. Σε νέον κόκκινο χρώμα αστράφτει το σλάιντ με το „χασταγκ“ ευρωπαϊκών πρωτοβουλιών #stateofsolidarity στο φόντο της σκηνής, η οποία βυθίζεται σε πορφυρό. Ένα ντέφι με 60 εκατοστά διάμετρο και λευκοκίτρινο τύμπανο φέγγει σαν το φεγγάρι στο δειλινό της σκηνής αναμένοντας να χτυπήσει στον παλμό της παρέας των Ρεμπετών γύρω από τον Δημήτρη Πραντέκο. Καθώς ακούει το κοινό – που αποτελείται από 100 και πλέον άτομα – τα πρώτα ενόργανα κομμάτια, εμφανίζονται στο φόντο φώτo με σύγχρονα ελληνικά και γερμανικά περιστατικά του περασμένου χρόνου: εικόνες της αναχώρησης προσφύγων στην Λέσβο, εικόνες των ερείπιων του εργοστασίου της Opel στο Bochum, που έκλεισε τέλος του 2014, εικόνες από μία κινητοποίηση για την αλληλεγγύη στην Ελλάδα στο θέατρο του Μπόχουμ, μία τεράστια ντουντούκα, ένα πανό της ελληνικής κοινότητας με την ελληνική στατιστική ανεργίας, ο Τσίπρας στο δωμάτιο μακιγιαρίσματος στο πρωτοσέλιδο των Times και τελικά εικόνες του κοινωνικού ιατρείου και φαρμακείου Άρτας, από το οποίο έχουν έρθει δύο ακτιβίστριες στο Bochum και διηγούνται.

soli-fest-arta_020Η Μαρία Μπάρκα και η Μαρία Μπαλάσκα μετά από πρόσκληση της ομάδας Hellas-Solidarität-Bochum περιγράφsoli-fest-arta_026ουν την κατάσταση στην πόλη τους, την Άρτα, η οποία ανήκει στις φτωχότερες περιοχές στην Ελλάδα και στην Ευρώπη εξίσου έντονα όσο και συγκινητικά: Αναφέρονται σε πάνω από 35 οικογένειες, οι οποίες δεν διαθέτουν ούτε ένα Ευρώ εισόδημα και δεν έχουν τα λεφτά για καμία ιατρική περίθαλψη. «Η Υγεία είναι ανθρώπινο δικαίωμα», λέει η πρόεδρος του συλλόγου Μαρία Μπάρκα, «και αυτός ήταν ο λόγος που ανοίξαμε πέρσι soli-fest-arta_054το κοινωνικό ιατρείο και φαρμακείο στην Άρτα», μία από τις περίπου 50 παρόμοιες πρωτοβουλίες σε όλη την Ελλάδα. Μιλάει για ανθρώπους που κατεβαίνουν από τα τριγύρω βουνά των Τζουμέρκων στον κάμπο και περπατούν πολλά χιλιόμετρα για να φθάσουν στο κοινωνικό ιατρείο να πάρουν δωρεάν φάρμακα η να κλείσουν ραντεβού με έναν εθελοντή γιατρό. «Όλα αυτά όμως δεν βοηθούν όσο καιρό αυτοί οι άνθρωποι πεινούν», τονίζει η Μαρία Μπαλάσκα, και αυτό ισχύει για όλο και περισσότερους ανθρώπους, που πλήττονται από τις περικοπές της πολιτικής σκληρής λιτότητας που έχει επιβληθεί στην Ελλάδα με τα μνημόνια.

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Η συγκίνηση των ακτιβιστριών από την Άρτα για το μεγάλο ενδιαφέρον στο Μπόχουμ για την πρωτοβουλία τους γίνεται αισθητή σε όλους και μεταδίδεται άμεσα στους ακροατές γερμανικής ή ελληνικής καταγωγής στο στολισμένο και εύχωρο θάλαμο του συνδικάτου των υπαλλήλων στις δημόσιες υπηρεσίες και τις ασφαλίσεις ver.di, και θέλουν να μάθουν με ποιο τρόπο μπορούν να υποστηρίξουν την πρωτοβουλία στον Ιόνιο από την Γερμανία. «Το καταλληλότερο είναι χρηματικές δωρεές για να αγοράσουμε εμείς τα συνηθισμένα φάρμακα στην Άρτα, γιατί πολλοί από τους ασθενείς, που πολλές φορές είναι μόνο ελάχιστα μορφωμένοι δεν εμπιστεύονται τις ετικέτες στις συσκευασίες φαρμάκων τις οποίες δεν συνηθίζουν ή σε άλλους παραγωγούς», λέει η Μαρία Μπάρκα, πρόεδρος του συλλόγου «Φίλοι του Κοινωνικού ιατρείου και Φαρμακείου Άρτας», εκτός του ότι για χρόνιες παθήσεις είναι εξαιρετικά σημαντικά τα μακρόχρονα προγράμματα περίθαλψης, όπως τονίζει ο ιατρός Dr. Klaus Piel, ο οποίος διαθέτει στην Hellas-Solidarität-Bochum τον λογαριασμό του δικού του μην κερδοσκοπικού και κοινωφελούς συλλόγου «Ανθρωπιστική βοήθεια στην Κούβα Bochum» για την συλλογή των δωρεών διά καταθέσεων.

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Επειδή, εξηγεί η Μαρία Μπάρκα: «Με δεδομένο τα capital controls του περασμένου Ιουλίου στην Ελλάδα απαγορεύεται να ανοίξει κανείς καινούριο λογαριασμό, εκτός από την περίπτωση που ξεκινάς τις σπουδές ή πρώτη φορά εργασία.» Πέρα από τις χρηματικές δωρεές θεωρείται σαν καλή ιδέα και η αποστολή προσωπικών δεμάτων με τρόφιμα στην Άρτα, π.χ. κονσέρβες κρέατος ή ζυμαρικά. Μεταδοτική, αυτό φαίνεται σ‘αυτήν την ζεστή βραδιά, είναι προφανώς η ελληνογερμανική αλληλεγγύη.

soli-fest-arta_029Όμως η συζήτηση δεν αγγίζει μόνο την ανθρωπιστική βοήθεια, αλλά και την πολιτική και κοινωνική υποστήριξη των ανθρώπων που πάσχουν από την ευρωπαϊκή πολιτική λιτότητας των μνημονίων στην Ελλάδα, η οποία υπηρετεί ιδιαίτερα την ανακεφαλαιοποίηση των τραπεζών. Κι έτσι αρχίζει στο ακροατήριο της εκδήλωσης μία συζήτηση για το εάν η ελληνική κοινότητα της Γερμανίας θα έπρεπε να είχε μιλήσει με μία κοινή φωνή και να είχε αντιδράσει στην πολιτική της συγκυβέρνησης του Βερολίνου ενάντια στην Ελλάδα για να μην δημιουργηθεί και έπειτα εδραιωθεί η εντύπωση η οποία ενορχηστρώθηκε συνειδητά, ότι τα δισεκατομμύρια Ευρώ ήταν δώρα των Γερμανών φορολογούμενων κι όχι δάνεια με ακριβά επιτόκια των κρατών -μελών της ΕΕ.

«Όχι» λέει με μεγάλη σαφήνεια μία γυναία με ελληνική καταγωγή, «δεν ήταν οφειλή μας, των Ελλήνων της Γερμανίας, αλλά κυρίως «καθήκον των Γερμανών να καταδικάσουν αυτή την πολιτική», η οποία εξελίχθηκε σε μία τρομακτική εκστρατεία φημολογίας που φορτωμένης με εθνικιστικά στερεότυπα που διεξήχθη από τα κυριότερα γερμανικά και ελληνικά ΜΜΕ. Όμως γίνεται κατανοητό μετά από μερικά λεπτά ότι δεν βοηθάει να φέρνει εκ των υστέρων, ο ένας στον άλλον την ευθύνη για ότι συνέβη η παραλείφθηκε, αλλά ότι εμείς σαν Ευρωπαίοι καλούμαστε να υπερασπίσουμε τις αρχικές αξίες της Ευρώπης.

soli-fest-arta_060Μετά την συζήτηση έπεσε η νύχτα, οι ορχήστρα παίζει χορευτικούς ρυθμούς και το κόκκινο φόντο του ηλιοβασιλέματος στα σκηνικά τώρα δίνει χώρο στο τουρκουάζ και γαλάζιο του ποταμού Άραχθου, την αρτηρία ζωής της Άρτας. Πάνω από τα κεφάλια τους αστράφτει η περίφημη γέφυρα της Άρτας, το μνημείο της πόλης σαν ένα σύμβολο για όλη την βραδιά: Μία γέφυρα μεταξύ του Bochum και της Άρτας, η οποία ανοίγει την ευκαιρία για την προσωπική επικοινωνία και ανατινάζει τα στερεότυπα μεταξύ των Ευρωπαίων. Και έτσι ξεκινάει ίσως το σημαντικότερο κομμάτι της βραδιάς, οι προσωπικές κουβέντες μεταξύ των επισκεπτών από την Άρτα και των ανθρώπων στο Bochum. soli-fest-arta_061Και ίσως είναι η νοοτροπία των ανθρώπων στην βορειοδυτική περιοχή της Γερμανίας, του Ρουρ, και της επίσης βορειοδυτικής Ηπείρου, ότι πιάνουν με άνεση την κουβέντα – παρευρίσκονται και στις μικρές παρέες μεταφράστριες – και δημιουργούνται παντού μικρά γιοφύρια Άρτινα. Και τούτο είναι που θα μπορούσε να αποτελέσει τον πυρήνα της έννοιας του #stateofsolidarity, η επιλογή για μία στάση αλληλεγγύης και όχι ενός πολιτισμού του τρόμου.

Το πρόγραμμα της επίσκεψης της αποστολής του ΚΙΦΑ Άρτας περιείχε πέρα από την δημόσια εκδήλωση και την ανταλλαγή ιδεών με την κοινωνική πρωτοβουλία γειτονιάς Alsenwohnzimmer e.V., με την οποία συζητήθηκαν ιδέες και συλλογικές δομές της share-economy, όπως π.χ. ένας κοινωνικός κήπος, που φυτεύτηκε και καλλιεργείται συλλογικά εκεί, η ανακύκλωση και αναδιανομή τροφίμων, ή η προσφορά χώρου για διάφορες πρωτοβουλίες, όπως π.χ. για ένα repair-café, που επισκευάζουν χαλασμένες ηλεκτρικές συσκευές υπό την επιθεώρηση ενός εθελοντή μηχανικού. Επιπλέον οι Ελληνίδες επισκέπτριες συνοδεύτηκαν από την δήμαρχο του δήμου Langendreer (μία συνοικία του Bochum), τον εθελοντή γιατρό του κέντρου καθώς και τοπικών ομάδων στήριξης των προσφύγων σε ένα κέντρο πρώτης υποδοχής για πρόσφυγες που διαχειρίζεται το κρατίδιο της Ρενανίας Βεστφαλίας.soli-fest-arta_021

Η επίσκεψη των γυναικών απ’την Άρτα αποτελεί τη συνέχεια της επίσκεψης των μελών της ομάδας Hellas-Solidarität Bochum τον περασμένο Ιούλιο στην Άρτα. Το ταξίδι από την Άρτα στο Bochum χρηματοδοτήθηκε από το ίδρυμα Rosa-Luxemburg στο Βερολίνο. Περισσότερες πληροφορίες βρίσκονται στην ιστοσελίδα www.hellassolidaritaetbochum.wordpress.com καθώς και ο τραπεζικός λογαριασμός για τις δωρεές σας.

Δημοσιεύτηκε και στο 3pointmagazine.gr εδώ.

#stateofsolidarity – Aktivistinnen der Sozialpraxis Arta in Bochum

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Die Bilder dieses Dezemberabends entbehren nicht einer gewissen Surrealität, neonrot leuchtet das Diasoli-fest-arta_001 mit dem hashtag europäischer Initiativen #stateofsolidarity hinter der in Purpur getauchten Bühne auf.  Ein mondrundes Tambourin von 60 cm Durchmesser und gelblich weißer Bespannung scheint im Abendrot der Bühne, und wartet auf den Pulsschlag der Rembetikomusiker rund um Dimitris Pradekos. Während die nahezu 100 BesucherInnen den ersten instrumentellen Stücken zuhören, leuchtet im Hintergrund eine Bilderserie mit Ereignissen der deutschgriechischen Gegenwart des vergangenen Jahres auf: Bilder der Ankunft von Geflüchteten auf der Insel Lesvos, Bilder von der Ruine des Ende 2014 geschlossenen Bochumer Opelwerks, Bilder der Solidaritätskundgebung für Griechenland am 9. Mai vor dem Bochumer Schauspielhaus, ein riesenhaftes Megafon, ein Transparent der hellenischen Gemeinde mit den griechischen Arbeitslosenzahlen, Tsipras in der TV-Maske auf dem Titelbild der Times und schließlich Bilder der Sozialpraxis und Apotheke in Arta, von der an diesem Abend zwei Aktivistinnen in Bochum sind und berichten.

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Maria Barka und Maria Balaska beschreiben auf Einladung der Gruppe Hellas-Solidarität Bochum die Situation in ihrer Heimatstadt, die zu den ärmsten Regionen Griechenlands und Europas gehört, ebenso eindringlich wie berührend: Sie berichten von über 35 Familien, die nicht über nur einen einzigen Euro Einkommen verfügen und sich keinerlei medizinische Versorgung leisten können. „Gesundheit ist ein Menschenrecht“, sagt die Vorsitzende des Vereins Maria Barka, und „das war der Grund, im letzten Jahr die Sozialpraxis und Apotheke in Arta zu gründen, eine von rund 50 solcher Gesundheitsinitiativen in ganz Griechenland“. Sie erzählt von Menschen, die aus dem umliegenden Tsoumerka-Gebirge kilometerweit zu Fuß in die Ebene herabsteigen, um in der Sozialpraxis Medikamente zu erhalten oder einen kostenlosen Arzttermin zu vereinbaren. „Doch all das hilft nichts, solange diese Menschen hungern“, schränkt Maria Balaska ein, und das betrifft immer mehr Menschen, die von der rigorosen Kürzungspolitik der Memoranden betroffen sind.

soli-fest-arta_058Die Rührung der beiden Aktivistinnen aus Arta über das große Interesse in Bochum an ihrer Initiative ist spürbar und überträgt sich schnell auf die nahezu 100 Zuhörer mit deutschem und griechischen Hintergrund im großen Saal der Gewerkschaft ver.di, von denen viele jetzt wissen wollen, wie sie der Initiative am Ionischen Meer von Deutschland aus helfen können. „Am besten geeignet sind Geldspenden, sodass wir die gewohnten Medikamente in Arta kaufen können, denn viele der oft nur wenig gebildeten Patienten vertrauen ungewohnt verpackten Medikamenten oder anderen Herstellern nicht“, sagt Maria Barka, die Vorsitzende des Vereins „Freundsoli-fest-arta_054e der Sozialpraxis und Apotheke Arta“, einmal abgesehen davon, dass für chronische Krankheiten auch kontinuierliche Behandlungspläne wichtig sind, wie Dr. Klaus Piel anmerkt, der der Gruppe Hellas-Solidarität-Bochum das Konto der als gemeinnützig anerkannten Humanitären Cubahilfe Bochum e.V. für die Sammlung der Spenden zur Verfügung gestellt hat. Denn, so erklärt Maria Barka: „Unter den seit Juli auferlegten Kapitalverkehrskontrollen ist es in Griechenland nicht erlaubt neue Konten zu eröffnen, es sei denn man beginnt ein Studium oder nimmt erstmalig eine Beschäftigung auf.“ Eine gute Idee sei es, neben den Geldspenden auch „Care-Pakete“ mit Nahrungsmitteln nach Arta zu senden, beispielsweise Fleisch aus Konserven oder Teigwaren. Ansteckend, das zeigt sich an diesem Abend, das ist die deutschgriechische Solidarität in der Tat.

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Doch in der Diskussion geht es nicht nur um karitative Hilfe, sondern auch um die politische und soziale Unterstützung der von der europäischen Kürzungspolitik unter den Memoranden betroffenen Menschen in Griechenland, die besonders der Rekapitalisierung der Banken dient. Und so wird diskutiert, ob die griechische Community in Deutschland mit einer Stimme auf die Politik der Berliner Koalition gegenüber Griechenland hätte reagieren müssen, um so klar zu machen, dass es sich bei den Milliarden um teuer verzinste Kredite der EU-Staaten und der übrigen Institutionen handelt, und nicht um Geschenke der deutschen Steuerzahler.

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„Nein“, erwidert ganz entschieden eine Diskutantin mit griechischem Hintergrund, das sei keinesfalls Aufgabe der GriechInnen in Deutschland gewesen, sondern zuallererst „die Pflicht der Deutschen, diese Politik anzuprangern“, die sich im Frühjahr 2015 in einer mit nationalistischen Stereotypen aufgeladenen schrecklichen Hetzkampagne in tonangebenden deutschen und griechischen Medien fortsetzte. Doch schnell wird deutlich, dass es nichts bringt, sich im Nachhinein gegenseitig die Verantwortung zuzuschieben, sondern dass wir als EuropäerInnen dazu aufgerufen sind, die ursprünglichen europäischen Werte zu verteidigen.

Nach der Dissoli-fest-arta_060kussion ist es Nacht geworden, die Musiker spielen tanzbare Rhythmen und im Bühnenbild ist nun das Abendrot dem Türkisblau des Flusses Arachthos gewichen, der Lebensader Artas. Über ihren Köpfen strahlt die berühmte Steinbrücke Artas, das Wahrzeichen der Stadt wie ein Symbol für den gesamten Abend: Eine Brücke zwischen Bochum und Arta, die den persönlichen Austausch ermöglicht und die Stereotypen zwischen den Europäern sprengt. Und damit beginnt der möglicherweise wichtigste Teil der Veranstaltung, die persönlichen Gespräche zwischen den Gästen und den BochumerInnen. Und vielleicht liegt es an der Mentalität der Menschen im Ruhrgebiet, das ebenso wie die Region Epiros im Nordwesten des Landes liegt, dass sie zwanglos miteinander ins Gespräch kommen, sich auch in den kleinen Gruppen schnell Übersetzerinnen finden und überall kleine Arta-Brücken entstehen. Und das könnte es sein, was #stateofsolidarity im Kern bedeutet, die Option für einen Standpunkt der Solidarität und nicht einer Kultur der Angst.

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Das Programm des Bochum-Besuchs der Vertreterinnen des KIFA Artas umfasste neben der öffentlichen Informationsveranstaltung auch den Ideenaustausch mit der sozialen Nachbarschaftsinitiative Alsenwohnzimmer e.V., in der sich die beiden Initiativen darüber austauschten, wie in Bochum kollektive Strukturen der share-economy einen Gemeinschaftsgarten anlegen, pflegen und nutzen, Lebensmittel recyceln und umverteilen, oder die als „Nachbarschaftswohnzimmer“ eingerichtete Initiative verschiedenen Initiativen, wie z.B. einem Repair-Café zur Verfügung stellen. Außerdem besuchten die griechischen Gäste das vom Land NRW verwaltete Erstaufnahmelager für Flüchtlinge in Bochum-Langendreer im Beisein der Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche, dem dort freiwillig tätigen Arzt und lokalen Flüchtlingsinitiativen.

Die Artaerinnen waren im Rahmen eines Gegenbesuchs zum vorausgegangenen Aufenthalt von Mitgliedern der Gruppe Hellas-Solidarität Bochum im Juli in Arta nach Bochum gereist. Die Reise wurde gefördert mit Mitteln der Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin

Der Artikel erschien auch im Athener online-Magazin 3pointmagazine.gr

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Nahrungsmittel nach Arta spenden

Medizinische Versorgung nützt nichts, wenn man nicht auch genug zu essen hat. Leider sind viele Familien in Arta völlig ohne Einkommen und leiden an Hunger. Deshalb können Sie auch individuell Nahrungsmittel und Hygieneartikel spenden und original verpackt in einem Paket nach Arta senden, um zu helfen. Die Liste der geeigneten Lebensmittel, die selbstverständlich in einwandfreiem Zustand sein müssen,  und die Adresse veröffentlichen wir hier:

Teigwaren (Nudeln, Spaghetti)
Zucker
Reis
Mehl
Schokolade
Schokowaffeln
Kaffee
Konserven (Fleisch / Corned Beef)
Thunfisch in Dosen
Tomatenmark
Hülsenfrüchte

Seife
Hygienewindeln für Senioren

Adresse:
Koinoniko Iatreio kai Farmakeio Artas
Odos Norman kai Bas.Konstantinou
Arta TK 47100
GREECE

3 Millionen Griechinnen und Griechen haben keine Krankenversicherung…

und deshalb wollen wir diese Μenschen unterstützen. In den letzten Jahren sind viele Solidaritätspraxen und Solidaritätsapotheken in Griechenland entstanden, in denen Menschen ohne Zugang zum öffentlichen Gesundheitssystem ärztlich betreut werden. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir mit der Sozialen Arztpraxis und Apotheke in der westgriechischen Stadt ARTA zusammenarbeiten und die Menschen dort unterstützen können. Dazu sammeln wir Spenden, die auch steuerlich geltend gemacht werden können. Wir nutzen dazu aus praktischen Gründen zunächst das seit Jahrzehnten gut eingeführte Konto der Humanitären Cuba Hilfe. Weiter unten stellt sich die Soziale Arztpraxis selbst vor (Deutsch und Griechisch) und es findet sich ein kurzer Text über die Lage im Gesundheitswesen. Wer Interesse hat, kann sich auch noch einige Beiträge zu anderen sozialen Arztpraxen anschauen…

Die Soziale Arztpraxis und Apotheke stellt sich vor:

Die soziale Arztpraxis und Apotheke (KIF Artas) ist eine unabhängige Struktur sozialer Solidarität, die ungefähr vor fünf Monaten entstanden ist und mit den wenigen ihr zur Verfügung stehenden Kräften in dieser kurzen Zeit bereits wichtige Dinge erreicht hat. Arta ist eine kleine Stadt mit ungefähr 40.000 Einwohnern und zählt zu den ärmeren Städten Europas. Für viele sozial schwache Einwohner (Einkommenslose, Unversicherte) ist der Zugang zur regulären Gesundheitsversorgung nicht möglich. Das hat viele unserer Mitbürger (über 200) dazu gebracht, uns nahezu permanent um Hilfe zu bitten. In dieser Struktur arbeiten ungefähr 20 freiwillige Ärzte mit, welche die Kranken unentgeltlich in ihren Praxen untersuchen (weil wir in der KIF nicht über die nötige medizinische Ausrüstung verfügen), ein Apotheker, eine Psychologin und viele solidarische Einwohner, die im täglichen Betrieb mithelfen. Um bestimmten finanziellen und steuerliche Problemen zu begegnen, haben wir einen Verein mit dem Namen „Freundeskreis des KIF Artas“ gegründet, der 45 Mitglieder hat. Wir haben die Stadt Arta um Unterstützung für Räumlichkeiten gebeten, doch leider wurde unserer Bitte nicht entsprochen. So ist unsere Soziale Arztpraxis nun in einer kleinen 40 qm -Wohnung untergebracht, wo sie jeden Vormittag und an zwei Nachmittagen wöchentlich geöffnet ist. In diesem Raum pflegen wir eine gut organisierte Apotheke mit Medikamenten, die uns von den Bürgern gebracht werden. Es handelt sich um Medikamente, die entweder nicht mehr benötigt werden oder die als Zeichen der Solidarität gekauft und an uns abgegeben werden. Darüber hinaus versuchen wir abgesehen vom medizinischen und pharmazeutischen Bedarf auch andere Bedürfnisse der Menschen abzudecken, die uns um Hilfe bitten und absolut arm sind (z.B. bieten wir arbeitslosen Familien mit armen Kindern Milch und Nahrung, Kleidung, Bücher usw. an). Wir bekommen überhaupt keine finanzielle Hilfe von irgendwo. Die Betriebsausgaben belaufen sich auf 250 Euro im Monat, und das Geld, das wir ausgeben, um Medikamente zu kaufen, besonders für teurere oder diejenigen, die wir nicht anbieten können oder jene, die von manchen unserer Kranken dauerhaft und täglich benötigt werden, wird von den regelmäßigen Beiträgen der Mitglieder und den Zuschüssen mancher solidarischer Bürger bestritten.  Wir bemühen uns außerdem darum, die lokalen Medien regelmäßig mit Informationen über unsere Aktivitäten zu versorgen, wir halten offene Versammlungen und kleine Feiern ab und allgemein haben wir bereits eine sehr positive und absolut nützliche und positive Präsenz in der örtlichen Gesellschaft Artas hinterlassen.

Kontakt zu KIF ARTA über facebook  Κοινωνικο Ιατρειο-Φαρμακειο ΑΡΤΑΣ
…oder die Hellas-Solidarität Bochum…

Einige Zahlen zur derzeitigen Gesundheitsversorgung in Griechenland:

 „Offiziell sind rund 30 Prozent der Bevölkerung nicht mehr krankenversichert. Inoffizielle Schätzungen gehen davon aus, dass etwa jeder zweite keine Krankenversicherung mehr hat. Von 183 Krankenhäusern im Land sind seit Beginn der Krise etwa 100 geschlossen worden, rund 35.000 Klinikstellen fielen dabei weg. Die 350 Polykliniken, mit denen bislang die ambulante Grundversorgung sichergestellt wurde, wurden komplett geschlossen. Im Gesundheitssystem sind insgesamt 26.000 Stellen abgebaut worden, davon 9.100 Stellen von Ärzten. Da viele Krankenhäuser ihre Lieferanten nicht oder nur verspätet bezahlen, kommt es immer wieder zu Engpässen bei Medikamenten und medizinischen Gütern, so fehlen mitunter selbst einfachste Dinge wie Handschuhe, Desinfektions- oder Schmerzmittel. Wer nicht versichert ist, musste bisher die Kosten einer Behandlung vor Ort bezahlen oder das Geld wurde am Jahresende mit der Steuer eingezogen. Zwar garantiert die neue Regierung mittlerweile wieder den freien Zugang zum Gesundheitssystem, an dessen desolatem Zustand hat sich allerdings bisher wenig geändert. Einen Hinweis auf das Ausmass der Verschlechterung der öffentlichen Gesundheitsversorgung gibt die Rate der Kindersterblichkeit, die zwischen 2008 und 2010 um 43 Prozent angestiegen ist. Nicht weniger dramatisch ist die psychische Situation grosser Teile der Bevölkerung. So ist die Selbstmordrate zwischen 2007 und 2011 um 45 Prozent gestiegen. Besonders dramatisch sind die Auswirkungen der Vorgaben der Troika im Gesundheitssektor, die neben Kürzungsvorgaben die Privatisierung des gesamten Bereichs vorsahen. Der ehemalige Gesundheitsminister Andreas Loverdos hat zugegeben, dass die Regierung zu ihrer Erfüllung „Schlachtermesser“ benutzt hat. Die Zahlen sprechen für sich: Viele Krankenhäuser verschieben Behandlungen in die Zukunft und nehmen nur noch die allernotwendigsten chirurgischen Eingriffe vor, weil ihr Budget erschöpft ist. Allein 2011 gab es eine Kürzung von 60 Prozent des Budgets für die laufenden Betriebskosten des öffentlichen Gesundheitswesens, sodass die Angehörigen von Patienten selbst Kanülen oder Verbandsmaterial zur Verfügung stellen und bei der Behandlung mithelfen müssen. Vor diesem Hintergrund ist die Rede von einer Reform des Gesundheitswesens, bei dem übrigens Experten des Bundesministeriums für Gesundheit federführend waren, schlicht irreführend.“ (Quelle: Gregor Kritidis: Das Ringen der griechischen Regierung mit der Eurogruppe um die Austeritätspolitik nähert sich dem Wendepunkt, in: http://www.theoriekritik.ch/?p=1702 , Mittwoch, 03.06.2015)

Beiträge zu weiteren Sozialen Arztpraxen und Apotheken.
http://www.br.de/radio/bayern2/gesellschaft/notizbuch/sozialmedizinischen-zentrum-athen-100.html

Το Κοινωνικό Ιατρείο-Φαρμακείο Άρτας (ΚΙΦ ΑΡΤΑΣ) είναι μια αυτόνομη δομή κοινωνικής αλληλεγγύης, που δημιουργήθηκε πριν 5 μήνες περίπου και σ΄αυτό τον λίγο χρόνο ζωής του, έχει κάνει σπουδαία πράγματα με τις μικρές δυνάμεις που διαθέτει. Η Άρτα είναι μια πόλη 40.000 κατοίκων περίπου και όντως συγκαταλέγεται στις φτωχές πόλεις της Ευρώπης. Η αδυναμία πρόσβασης πολλών αδύναμων κατοίκων (απόρων, ανασφάλιστων κλπ) στο πρωτοβάθμιο σύστημα υγείας, οδήγησε αρκετούς συμπολίτες μας (πάνω από 200)  να ζητούν βοήθεια από εμάς, σχεδόν σε μόνιμη βάση. Σ΄αυτή τη δομή μετέχουν περίπου 20 εθελοντές γιατροί, οι οποίοι εξετάζουν τους ασθενείς δωρεάν στα ιατρεία τους (γιατί στον ΚΙΦ δεν έχουμε τον απαιτούμενο ιστρικό εξοπλισμό) ένας φαρμακοποιός, μία ψυχολόγος και πολλοί αλληλέγυοι κάτοικοι, που βοηθούν στην καθημερινή λειτουργία του. Για να αντιμετωπίσουμε μάλιστα ορισμένα οικονομικά και φορολογικά προβλήματα, δημιουργήσαμε κι έναν Συλλογο που ονομάζεται „Φίλοι του ΚΙΦ Άρτας“ και αριθμεί 45 μέλη. Αν και ζητήσαμε στήριξη από τον Δήμο της Άρτας, προκειμένου να μας δώσει χώρο για τη στέγαση του ΚΙΦ, δυστυχώς δεν βρήκαμε ανταπόριση. Έτσι το Κοινωνικό μας Ιατρείο- Φαρμακείο φιλοξενείται σήμερα στα γραφεία της δημοτικής παράταξης, σε ένα μικρό διαμέρισμα των 40 τετραγ. μέτρων και είναι ανοιχτό καθημερινά το πρωϊ και 2 απογεύματα την εβδομάδα. Σ΄αυτόν το χώρο διατηρούμε ένα καλά οργανωμένο φαρμακείο, με φάρμακα που μας φέρνουν οι πολίτες, είτε από αυτά που δεν χρειάζονται πια, είτε αγοράζοντάς τα, ως ένδειξη προσφοράς και αλληλεγγύης. Επίσης, εκτός από τις ιατρικές και φαρμακευτικές ανάγκες, προσπαθούμε να καλύψουμε και άλλες ανάγκες ανθρώπων που μας ζητούν βοήθεια και είναι απολύτως φτωχοί (π.χ δίνουμε γάλα και τροφή σε οικογένειες ανέργων με φτωχά παιδιά, ρούχα και βιβλία κλπ). Δεν έχουμε καμία απολύτως οικονομική βοήθεια από πουθενά. Τα έξοδα λειτουργίας που ανερχονται στα 250 ευρώ το μήνα, καθώς και τα χρήματα που δαπανούμε για να αγοράσουμε φάρμακα-  και ειδικά εκείνα που είναι ακριβά και δεν προφέρονται ή εκείνα που χρειάζονται κάποιοι ασθενείς μας σε καθημερινή και μόνιμη βάση- προέρχονται από τις συνδρομές των μελών μας και από τις εισφορές κάποιων αλληλέγγυων πολιτών. Γενικώς αντιμετωπίζουμε πολλά προβλήματα, καθώς μόλις πριν λίγες μέρες δεχθήκαμε επίθεση από τον Ιατρικό Σύλλογο Άρτας (με δημόσια ανακοίνωση)  για δήθεν μη νόμιμη λειτουργία του ΚΙΦ και αθέμιτο ανταγωνισμό των αλληλέγγυων γιατρών που συμμετέχουν σ΄αυτό έναντι των συναδέλφων! Δυστυχώς είμασταν η πρώτη περίπτωση στην Ελλάδα που δεχθήκαμε τέτοιου είδους επίθεση! Ευτυχώς όμως το πανελλαδικό κύμα συμπαράστασης και αλληλεγγύης ήταν τόσο μεγάλο, που είχε ως αποτέλεσμα όχι μόνο να μην  υποχωρήσουμε, αλλά αντιθέτως να δυναμώσουμε πιο πολύ! Φροντίζουμε άλλωστε συχνά να ενημερώνουμε τα τοπικά ΜΜΕ για τη δράση μας, κάνουμε ανοιχτές εκδηλώσεις και μικρές γιορτές και γενικώς να έχουμε ήδη καταγράψει μια πολύ καλή και απολύτως χρήσιμη και αναγκαία παρουσία στην τοπική κοινωνία της Άρτας.